Forexhandel lernen

Was bedeuten Bullen und Bären im Forexmarkt

Wer mit seiner TV-Remote durch die Finanzkanäle zappt, dem werden sicherlich nicht die Begriffe Bullen und Bären entgangen sein. Diese Begriffe gehören zum normalen Sprachgebrauch auf dem Finanzmarkt sowie bei Marktanalysen. Sie beziehen sich durchaus nicht auf irgendwelche Sportmannschaften, auch nicht auf den nächsten Zoobesuch, sondern sie beschreiben die Arten des Marktes.

Von einem "Bullen"-Markt ist immer dann die Rede, wenn der Markt steigt. Er ist charakterisiert durch ein großes Vertrauen der Anleger und kann auf unbestimmte Zeit sich fortsetzen. Wenn eine Währung einmal ihren Widerstand durchbrochen hat, wird sie voraussichtlich weiter steigen.

Dies ist der Art und Weise eines Bullens sehr ähnlich. Darüberhinaus löst es ein Herdenverhalten aus, da immer mehr Investoren in den Markt vertrauen und investieren. Der Begriff "Bullenmarkt" ist daher eine gute Definition, um das Verhalten des Marktes zu beschreiben. Entsprechend spricht man von einem Bärenmarkt, wenn der Markt sinkt.

Doch was genau versteht man unter "dem Markt" und wie lässt sich aus technischer Sicht von einem Bullen- oder Bärenmarkt sprechen?

Für den US-Markt wird üblicherweise der S&P 500 Index gewählt, der als Stellvertreter der Gesamtmarktes dient. Aus technischer Sicht liegt dann ein Bullenmarkt vor, wenn der S&P 500 EW (= equal weight / gleichgewichtet) oberhalb seines exponentiellen 20-Monatsschnitts, auch EMA "exponential moving average" genannt, liegt. Entsprechend spricht man von einem Bärenmarkt im US-Aktienmarkt, wenn der Kurs des S&P 500 EW unterhalb seines EMA liegt.

 

Halbautomatische Systeme – mit Abstand zum Geld

Leider ist es eine Tatsache, dass über 95% der Trader mit kleineren Budgets innerhalb von wenigen Monaten ihr Kapital vernichtet haben. Viele starten oft hoffnungsvoll, werden durch erste Erfolge übermütig und müssen dann ein hohes Lehrgeld zahlen: Die absolute Pleite als Daytrader! Der Grund dafür ist, dass sie einem schlechten System folgen oder aus dem Bauch heraus traden und sich auf ihr Glück verlassen. Das kann bestenfalls eine Zeitlang gutgehen. Bei den meisten allerdings folgt ein rascher Absturz.

Die Folge ist, dass die selbsternannten Trader völlig frustriert aufgeben und schwören, niemals mehr in ihrem Leben was an der Börse anzufangen. Die Sache ist aber, Fehler zu machen ist völlig normal. Wichtig ist aber, auch aus den Fehlern zu lernen und seine Konsequenzen daraus zu ziehen. Um so wichtiger ist es daher, dass man sein eigenes System auch real handelt und es ständig verbessert und nicht gleich aufgibt. Wer niemals hinfällt, lernt auch nicht, wie man mit Fehlern umgeht und sie in Zukunft vermeidet.

Es gibt einfach keine permanent erfolgreichen positiven oder negativen Trades. Besonders hilfreich haben sich mechanische Trader erwiesen, die systematisch vorgehen und nicht am Markt, den Kursen oder irgendwelchen Gerüchten kleben. Sie kennen sicherlich das geflügelte Wort "Gier frisst Hirn!" Viele Trader suchen nach dem Schnell-sehr-reich-werden-Trade und werden schnell übermütig, wenn sich kleine Erfolge einstellen. Die Kunst sind aber kontinuierliche, dauerhafte Gewinne über lange Jahre zu erreichen, sodass es wirklich möglich ist, von den Erträgen zu leben. Und genau darin liegt die hohe Kunst.

Die Erfolgreichen wissen, dass es einfach ist, ein Trader zu werden. Es aber zu bleiben ist äußerst schwierig. Und hier bieten gerade automatisierte Handelssysteme eine hervorragende Hilfe, indem man sie für sich arbeiten lässt. Der große Vorteil ist, dass solche halbautomatischen Systeme grobe Fehler vermeiden und die erzielten Resultate über nachziehende Stopps absichern. Dies erfolgt per Computer, so dass wirklich große Rückschläge vermieden werden können.

Natürlich bieten auch solche Systeme keine 100%ige Sicherheit und auch hier sind negative Entwicklungen nicht ausgeschlossen. Für den Trader selbst hat es den Vorteil, dass er mit einem gewissen Abstand zum Geld agieren kann. Wer ständig am Monitor die Kurse verfolgt, wird das psychisch nicht allzu lange mitmachen und früher oder später völlig gestresst aufgeben. Mit einem automatischen Systemen halten auch nervlich nicht so starke Menschen viel länger durch, da die einzelnen Aktionen nicht aus eigenem Abtrieb erfolgen, sondern vom Computer die Entscheidungen getroffen werden. Allein das Zuschauen, wie sich das eigene Konto bewegt ist schon nervenaufreibend genug.

 

Gute Planung beim Einstieg in den Forexmarkt

Der Handel auf dem Forex-Markt ist etwas, das äußerst spannend ist, da er das Potenzial für echtes Geld birgt. Für viele Menschen ist das, was sie am Forex-Markt magisch anzieht genau das gleiche, das andere sich von ihm abwenden lässt. Es geht um die sehr hohen Einsätze.

Erfolgreiche Trades können Sie sehr schnell sehr reich werden lassen. Aber ein schlechter Trade kann ihren Gewinn von einem Moment auf den anderen komplett auslöschen. Erlebt man solche negativen Erfahrungen sehr früh in seiner Trading-Karriere, dann kann das dazu führen, dass sie der Forex für immer den Rücken kehren. Aber auch die Angst, dass etwas schief gehen kann, kann sie zu früh von einer Karriere als erfolgreicher Trader abhalten und Sie zu früh auf die Bremsen treten lassen.

Es ist absolut menschlich und auch sinnvoll, dass man anfangs äußerst vorsichtig seine Trading-Karriere startet. Dies ist auch wesentlich besser als sich leichtsinnig in ein Abenteuer zu stürzen, und womöglich einen großen Verlust zu erleiden. Wenn Sie früh einen hohen Verlust erleiden, dann führt dies ebenfalls dazu, dass man bei künftigen Trades immer wieder Gedanken an sein Scheitern verliert. Dies führt dazu, dass Sie Leverage von Ihrem Broker verlieren und manchmal auch wie paralysiert daran gehindert werden, überhaupt zu handeln.

Dies bedeutet jetzt auch nicht, dass Sie hektisch und zu schnell im Markt reagieren sollten, da jeder Markt seinen Korrekturen unterliegt. Ein kurzes Sinken eines Kurses bedeutet nicht unbedingt die Vorstufe für einen Crash.

Wichtig ist, dass der Weg in den Forexmarkt gut geplant sein will mit möglichst viel Fachwissen. Nur so lernen Sie beispielsweise den richtigen Zeitpunkt für einen Stopp zu beurteilen und dies ist etwas, was man nur mit Erfahrung lernen kann – und nicht von heute auf morgen. Daher seien Sie besonders am Anfang zwar vorsichtig – aber ohne ängstlich zu werden.

 

 

Woher bekommen Sie Ihre Forex Daten?

Die Systeme, um Forex Daten zu erfassen, variieren stark. Es gibt inzwischen so viele Arten, um Daten zusammenzutragen, wie man es sich nur vorstellen kann. Und einige dieser Methoden haben sich im Laufe der Zeit als äußerst informativ erwiesen. Der Zugriff auf die richtigen Daten ist immens wichtig für den Erfolg des Tradens. Diese Art von Daten sind üblicherweise frei verfügbar, aber welche Informationen Sie hieraus ziehen können, ist zwangsläufig begrenzt, zumal diese natürlich nur bedingt relevant sind, um darauf zuverlässige Prognosen zu erstellen.

Rohdaten sind daher nur in so weit nützlich, um aus der Masse an Informationen die besten Prognosen erstellen können. Die Daten, die einem Trader im Forexhandel wirklich nutzen, sind in der Form, dass sie zum einen schnell lesbar sind und zum anderen, dass sie absolut relevant sind. Üblicherweise bekommen Sie solche Daten in Form von Charts und Grafiken.

Diese Art von Daten bekommen Sie üblicherweise in aktueller Form bei jedem guten Forex Broker. Es gibt auch historische Forex Charts, die sie frei verfügbar im Internet finden. Und diese können gut verwendet werden, um bestimmte Muster in den Märkten zu verstehen. Sobald Sie sich bei einem Broker registriert haben, erhalten Sie weitere aktuelle Informationen, die absolut notwendig zur Bildung einer Strategie sind.

Ihr Broker gibt Ihnen üblicherweise die Möglichkeit eines Demo-Kontos, so dass die Möglichkeit haben, zu lernen, wie man die Daten richtig liest, sodass all Ihre Fehler, die Sie am Anfang machen, noch relativ harmlos sind und keine katastrophalen Auswirkungen haben. Auf diese Weise können Sie lernen, Daten vorausschauend und sicher zu lesen und zu interpretieren.

 

Wie zuverlässig sind Trenddaten?

Wenn Sie Devisen handeln und eine Investition in den Forex-Markt tätigen oder sich auch auszahlen lassen, ist es üblich, die Trendmuster der Währung zu verwenden, die sie handeln. Dies sind Daten, die über einen bestimmten Zeitraum gesammelt wurden – in vielen Fällen im Laufe von Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten. Wenn Sie wissen, wie man diese Daten interpretieren kann, können Sie jede Menge Geld verdienen oder einen großen Verlust verhindern. Den Weg, den Sie gehen, um zu investieren, kann sehr unterschiedlich sein und Sie sind gut beraten, die Lehren aus der Historie zu ziehen. Aber lässt dies den Umkehrschluß zu, dass historische Daten sozusagen narrensicher sind?

Nun, die einzig richtige Antwort auf diese Frage lautet "nein". Nur sehr wenige Dinge auf dieser Welt sind zu 100% sicher. Und alles, was so sicher ist, wird nie Grundlage einer Investition sein, da es sich nie wertmäßig bewegt. So weit es irgend möglich ist, können die beliebtesten Methoden der Datenanalyse innerhalb des Forex-Marktes sehr zuverlässig sein und zur Unterstützung einer Gewinnstrategie dienen. Aber man muss immer akzeptieren, dass sie ein gewisses Risiko in sich bergen. Dieses Risiko wird zwar minimiert, je größer der Zeitraum der Datenerhebung ist. Es ist aber auch wichtig zu wissen, dass je geringer das Risiko ist, um so geringer auch der potenzielle Ertrag ist.  

Man kann daher festzuhalten, dass jede vernünftige Strategie für einen Devisenhandel eine Basis an Daten haben muss. Je mehr Daten Sie haben, um so umfassender kann Ihre Strategie sein. Sie müssen sich aber immer bewußt sein, dass auch Ihre Strategie scheitern kann, egal wie viele Daten sie hierzu verwendet haben. Das bedeutet aber nicht, dass die Daten schlecht waren, sondern nur, dass bei dieser Gelegenheit der Markt gewonnen hat.

 

 

Technische Analyse versus Fundamentalanalyse

Es wurde bereits von vielen erfahrenen Forex Tradern gesagt, dass die Forex ein äußerst volatiler Markt ist, mehr als jeder andere Markt. In der Theorie ist es schon sehr schwer, allein für ein einziges Unternehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt seine Zukunft vorherzusagen. Um wieviel schwerer muss es sein, die Zukunft eines ganzen Landes zu prognostizieren. Nach dieser Philosophie basiert die Analyse des Forexmarktes auf sehr sorgfältiger Lektüre über einen bestimmten Zeitraum. Man spricht hierbei von der sogenannten Fundamentalanalyse.

Ebenso sind Kenntnisse der Weltpolitik sehr vorteilhaft, da dies erlaubt, anhand von wichtigen Ankündigungen und Terminen sich auf eine Marktvolatilität vorzubereiten. Andere Forexhändler widerum behandeln den Forex-Markt genau so, wie sie jede andere Börse behandeln würden, d.h. sie nehmen mehr technische Ansätze zu Hilfe, um den Markt für ihr nächsten Schritte zu analysieren. Man spricht hierbei von der Technischen Analyse.

Bei der Forex ist dies allerdings nicht ein ganz so einfacher Prozess wie an der Börse, zumal die Forex ein 24-Stundenmakrt ist und die Daten, die erfasst werden, bedürfen einiger Änderungen und Anpassungen, damit man damit effektiv an der Forex arbeiten kann.

Dennoch haben sich gerade die Methoden der technischen Analyse – wenn man sie korrekt anwendet – als ein äußerst effektiver Weg erwiesen, um Gewinne zu erwirtschaften, genauso wie auf den anderen Märkten. Während die erste Methode eher von einem globalen und evidenzbasiertem Ansatz ausgeht und die zweite Methode eher nach Techniken und Mustern agiert, so haben sich doch beide Methoden als erfolgreich erwiesen, wenn sie richtig angewendet werden. Es gibt daher auch nicht ein richtig oder falsch.

Was ist besser: die Fundamentalanalyse oder die Technische Analyse?

Am sinnvollsten ist es, die eine Methode mit der anderen zu ergänzen. Um zum Beispiel die Daten aus einer technischen Analyse besser interpretieren zu können, sind Informationen aus globalen Zusammenhängen äußerst sinnvoll. Wählen Sie daher die Methode aus, die Sie benötigen für Ihren Forexhandel und ergänzen Sie diese mit der anderen. Dies ist die einzige Möglichkeit, um lange Sicht zuversichtlich arbeiten zu können.

Der beste Ratschlag für Forex Einsteiger

Wenn es einen Ratschlag gibt, den man jedem potentiellen Forex Trader geben sollte, bevor er sich – sei es virtuell oder sonst wie – dem Börsenparkett nähert, dann ist es dieser: "Sie können durchaus zu der Überzeugung gelangt sein, dass Sie immer recht haben. So, und jetzt holen Sie diesen Gedanken ganz schnell aus Ihrem Kopf, noch bevor er sich als völlig falsch erweist!"

Die Tatsache ist, dass selbst die erfahrensten Händler, und von denen die erfolgreichsten, allesamt in der Vergangenheit Fehler gemacht haben. In der Tat sind gerade diejenigen, die seit Jahren kontinuierlich traden und damit eine Menge Geld verdienen, nicht sonderlich übermütig. Es gibt nur eine einzige Sache, die mit absoluter Zuversichtlichkeit kommen kann, und dies ist ein böses Erwachen.

Widerholen Sie immer wieder den Satz "Das einzige, was ich weiß ist, dass ich nichts weiß." Auch wenn dies vielleicht nicht ganz richtig ist, es ermöglicht Ihnen zumindest, Ihre Erwartungen zu mäßigen. Die einfache Wahrheit ist, dass ein bisschen Vertrauen in sich selbst sich immer lohnt – es treibt Sie an, Entscheidungen zu treffen, die zwar riskant, aber beherrschbar sind.

Zu viel Vertrauen ist aber immer schlecht. Es erlaubt es Ihnen nicht, Ihren Geist offen zu halten. Ohne einen offenen Geist werden Sie aber nicht in der Lage sein, im Markt erfolgreich mitzuspielen, da es oft zu spät ist, um zu reagieren und schnelle Gewinne zu machen. Das Rennen, so abgedroschen es sich auch anhören mag, ist letztendlich nur gegen sich selbst. Daher nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, halten Sie Ihren Geist offen und Sie werden davon profitieren.